Samstag, 6. März 2010

Heute, Dienstag, 2. Maerz, Zwangsruhetag.

Als ich heute morgen Geld aus dem Automaten ziehen wollte, wurde meine Karte einfach einbehalten. So etwas hatte ich schon befuerchtet.
Seit ein paar Tagen bin ich mit meiner Bank und der Betrugsabwicklung in Kontakt, da sich jemand auf meine Kosten ein paar Sachen ueber das Internet bestellt und ein paar schoene Kinoabende gemacht hat. Aber eigentlich wollte ich noch vorher abklaeren, wohin ich eine neue Kreditkarte schicken lassen kann und auf jeden Fall noch Geld abheben. Zum Glueck habe ich noch eine andere Karte. Da muss ich zwar Gebuehren bezahlen, aber wenigstens komme ich zu Geld. Jetzt scheint, ausser dass ich noch nicht weiss wann und wo ich eine neue Karte bekomme, alles geklaert zu sein, ich werde den Verlust von ueber 900 Euro erstattet bekommen.
Da ich jetzt keine VISA Karte mehr habe ist aergerlich, aber es gibt schlimmeres.
Wesentlich schlimmer waere es, wenn ich anstatt in den Norden in den Sueden gefahren waere. Wahrscheinlich hat jeder die Fotos von dem Erdbeben und dem Tsunami gesehen. Ich wurde weitgehenst davon verschont.
Also, noch ein guter Grund fuer einen Ruhetag und Zeit fuer einen neuen Eintrag, um allen mitzuteilen, es geht mir gut, ich hatte absolut keinen Schaden.


So, aber jetzt von Anfang an, was seit dem letzten Eintrag passierte:
Nach dem laengsten Tag meines Lebens, insgesamt 37 Stunden, da ich ueber die Tagesgrenze geflogen bin, und davon 26 Stunden unterwegs, bin ich mit 4 Stunden Verspaetung in Santiago de Chile angekommen. Mir war das ganz egal, da ich so muede war, habe ich schon waehrend dem Flug sehr viel geschlafen und ich wollte eh nirgends mehr hin, nur die erste Nacht auf dem Flughafen schlafen.
Bei der Zwischenlandung in Buenos Aires hat es wie aus Kuebeln geschuettet, ich war recht froh, dass ich gleich weiter fliegen konnte. Allerdings hatten sie anscheinend mein Fahrradkarton im Regen stehen lassen. Als ich ihn in Santiago zurueck bekam war nicht mehr viel uebrig, nur noch ein paar nasse Fetzen. Zum Glueck habe ich ausser 2 Wasserflaschen nichts verloren.
Das Schlafen auf dem Flughafen ging sehr gut, Ohrstoepsel rein und im Schlafsack auf eine Bank liegen, mehr brauchte ich nicht und weg war ich. Es war genug Sicherheitspersonal um mich herum, da brauchte ich mir wirklich wegen nichts Sorgen machen.
Um 7 Uhr bin ich erst wieder aufgewacht, habe mein Fahrrad zusammengebaut und gefruehstueckt. Dann war ich bereit mich auf den 4. Kontinent meiner Reise einzulassen.
Schon bei dem Anblick der Berge rings herum wurde ich richtig aufgeregt, die Freude dieses Land zu erfahren wurde immer groesser.
Ohne groesser Probleme fand ich meinen Weg in die Innenstadt, zuerst Dank eines breiten Seitenstreifens und dann Dank eines Chilenischen Fahrradfahrers, der mir den Fahrradweg auf dem Mittelstreifen zeigte.
Auch das Haus von Fernando, der mich fuer die ersten Naechte eingeladen hatte, habe ich schnell gefunden, es war direkt im Zentrum.
3 Tage habe ich dort verbracht, sehr viel geschlafen und das Noetigste fuer die Weiterfahrt besorgt.
Dank Fernando wurde mir der Einstieg in das total andere Land und Kultur sehr erleichtert, er war eine grosse Hilfe. Nachdem ich am Sonntag bei seiner Mutter zum Mittagessenn eingeladen war, dachte ich nur, wenn alle chilenischen Familien so nett sind, kann ja nichts mehr schief gehen. Muchas Gracia, Fernando!
Santiago hat mir sehr gut gefallen, nachdem ich all die Denkmaeler der beruehmten Persoenlichkeiten gesehen hatte





(Pedro de Valdivia, wer Ines von Allende gelesen hat, weiss Bescheid)


wunderte ich mich, warum ich so erstaunt war, in so einer interessanten Stadt zu sein. Hier war wirklich schon einiges los.


Am Dienstag den 23. Februar war es aber dann so weit, dann ging es los, zuerst mal Richtung Meer.
Recht erfreut war ich, dass ich wenigstens auf dieser Strecke ein MacDonalds fand, das in diesem Fall neben Wifi, das ich aber nicht nutzte, auch eine saubere Toilette bietete.
Da Santiago fast in einem Kessel sich befindet, ist es fast egal in welche Richtung man faehrt, es stehen immer Berge im Weg.


Hier gab es aber auch Tunnels, und noch besser, es ist verboten, durch die Tunnels mit dem Fahrrad zu fahren. Von Patrolienautos wird man durch die Tunnels gefahren. Einfach genial fuer jemanden wie mich mit meiner Tunnelphobie.


Irgendwann ging es nur noch steil bergab ans Meer. Unglaublich wie dicht die Bevoelkerung hier ist. Vor lauter Haeuser sieht man die Berge nicht mehr.



In Vino del Mar habe ich mangels eines Campingplatzes mir ein Zimmer in einem Hostel gegoennt. So konnte ich abends noch das Treiben in der Stadt begutachten. Horden von kreischenden Girlies standen mit Fotoapperat vor fast jedem Hotel. Spaeter im Fernsehen sah ich, dass gerade "Vino 2010" stattfand, irgend eine Fernsehshow mit vielen Stars.


Auf den Strassen sind ganz andere Stars zugange, die mehr die Armut der Bevoelkerung wiederspiegelt. Vor jeder roten Ampel waren Jongleure oder andere Akrobaten, die den Autofahren waehrend des Wartens ihre Kunststueckchen vorfuehrten und kurz bevor es gruen wurde, wurde Geld eingesammelten.


Bevor ich am naechsten Tag weiter Richtung Norden bin, habe ich zuerst mir mal Valparaiso angeschaut. Es soll ja so einmalig sein, dass das Stadtzentrum zum Weltkulturerbe erklaert wurde.
Und in der Tat, es war wirklich sehenswert. Bunte Haeuser besiedeln die Berge. Um die Zugaenge zu erleichtern stehen einige Standseilbahnen zur Verfuegung.




Vino del Mar ist eher ein Badeort. Nach den wunderbaren Straenden in Australien lockt mich hier nichts ins Wasser. Erstens ist es nicht so sauber und zweitens wegen dem Humboldtstrom recht kalt. Aber trotzdem ist die die Kuste sehr pittoresk

Schon in Santiago sind mir die vielen Fahrradfahrer aufgefallen. Fernando erklaerte mir, dass es eine Umstellung bei den oeffentlichen Verkehrsmittel gegen haette, die einige dazu veranlassten auf diese guenstige Transportmoeglichkeit umzusteigen. Auch ist es ersichtlich dass einige Chilenen an Gewichtsprobleme leiden, Xenical wird zu jedem Barbeque mitgenommen, wenigstens von denen, die es sich finanziell leisten koennen. An mehreren Stellen kann man Fahrraeder zur Fitness oder zum Vergnuegen ausleihen.


Weiter ging es an der Felsenkueste entlang, die ab und zu durch Doerfer mit exquisiten Restaurants unterbrochen wurde.

Falls die Australier wissen wollen, wie der Pazifik von der anderen Seite aussieht, hier nochmals ein Extraphoto:





Am Abend erreichte ich meinen ersten chilenischen Campingplatz, sehr schoen angelegt, jeder Platz mit einer Hecke drum herum, einem Tisch, einer Grillmoeglichkeit, Wasser, Steckdose, Licht.....und es hat hier nur Zelte. Ganz selten sieht man mal ein Wohnmobil.


An den anderen Tagesrhythmus der Chilenen musste ich mich auch zuerst gewoehnen. Bei denen gehts erst richtig los, wenn es fuer mich eigentlich schon Schlafenszeit ist. Bis lange nach Mitternacht kann man laute Musik vernehmen. Wieder einmal Dank meiner Ohrstoepsel stoert mich das weiter nicht. Wenn mein Spanisch besser ist, kann ich vielleicht auch daran teilhaben.


Noch tauchen immer wieder kleine Fischerdoerfer auf, in denen man etwas zum Essen und ein Internet Cafe findet.


Was in den Laeden zu haben ist, kann man eventuell den bunten Bildern an den Hauswaenden entnehmen.

Hauptsaechlich fuehrte meine Route auf der Panamericana

 

Wie weit ich da noch auszuharren habe, wird mir ab und zu mitgeteilt.




Bis Antofagasta moechte ich gerne, dann in den Osten, ueber die Anden nach Bolivien.


Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand wirklich den ganzen Kontinent auf der Panamericana durchradeln moechte. Bisher war die Strecke eine gut ausgebaute 4 spurige Autobahn. Gut zu fahren, aber nicht gerade spannend. Fuer mich aber prima mich an Land, Berge und Wind zu gewoehnen. Ab La Serena soll die Strasse dann auch anders aussehen.


Bisher habe ich jeden Abend an einem Campingplatz verbracht. Zum Wildcampen kenne ich Land und Leute noch zu wenig.
Auch in der Nacht des Erdbebens. Ein Schild wies einen steilen, sandigen Weg hinauf, es war so ziemlich in the middle of nowhere, kein Ort, geschweige denn eine andere offizielle Uebernachtungsmoeglichkeit weit und breit.
Als ich die erste sandige Steigung hinter mir hatte, stand ich vor einem offenen Tor und wurde willkommenn geheissen.





Der Weg wurde immer schlimmer, sandiger, steiniger, steiler, zuerst rauf, dann runter 200 Hoehenmeter. Ich fragte mich, wie ich hier am naechsten Tag wieder hoch kommen sollte. Aber irgendwie war ich zu neugierig, wie es weiter geht.
Was mich dort unten erwartete hat sich aller Muehe geloehnt, ein sehr kleiner, felsiger und der schoenste Strand seit ich in Chile bin.




Allerdings war alles verlassen und verschlossen. Schliesslich sah ich ein chilenisches Paerchen, die warenn auch gerade angekommen (mit Auto) und wollten trotzdem ein paar Naechte dort bleiben. Fuer mich war es klar, dass ich die Nacht auch da unten verbringe, das Problem, wie ich den Huegel wieder hoch komme, konnte ich noch am naechsten Tag loesen.


Ca um 3:30 am Morgen bin ich dann aufgewacht, die Erde bebte ganz schoen unter meinem Zelt, das vielleicht gerade mal 100m vom Meer entfernt stand. Ich ueberlegte mir kurz was ich im Falle eines Tsunamis machen koennte, mir fiel aber nichts effektives ein, also schlief ich weiter. Vielleicht haette ich ja den Berg hoch koennen, aber ich hatte eher das Gefuehl, der kommt runter. Also lieber im Zelt verharren. Ich schlief dann auch gleich wieder ein.


Am naechten Tag hatte ich das Erdbeben schon fast wieder vergessen gehabt. All meine Gedanken waren an dem Huegel und wie ich den wieder hoch komme. Einfach mal probieren, und siehe da, es ging. Zwar muehsam und langsam, aber ich kam vorwaerts. Fuer die 3 km habe ich dann 1 Std gebraucht, aber was solls, ich habe es alleine geschafft. Das machte mich fuer weitere Strecken, die mich hier in Suedamerika noch erwarten, zuversichtlicher.


Noch ein anderes Ereignis machte mich mit dem Land vertrauter. In einem kleinen Dorf, Mantos de Hornillos, machte ich halt, wollte eigentlich Brot und Kaese kaufen, wie es ueberall angeboten wurde. Vor einem Haus, setzte ich mich hin, wartete mal ab, wusste nicht, ob ich hinein soll, es sah eher wie ein Wohnzimmer aus. Die Besitzer liefen herum, nahmen aber kaum Notiz von mir, etwas worin sich die Chilenen von den Suedostasiaten total unterscheiden, dort wuerde schon lange das ganze Dorf kreischend um mich herum stehen.


Schliesslich trat ich doch noch naeher an das Haus, und sah, dass in der Ecke Sachen zum Kaufen aufgestellt waren. Also trat ich ein und meinte ich wolle gerne Kaese. Sofort bekam ich Brot, Kaese und Tee angeboten. Herrlich, schon wieder etwas gelernt.


Weiter gings ueber Berge,




immer der Ruta 5, der Panamericana entlang.



Am Abend konnte ich fuer den naechsten Schlafplatz wieder die Strasse verlassen und mich noch kurz auf einer dirt road austoben. Diesmal kam ich an einen Campingplatz, der auch noch offen war, mit Schwimmbad. Es dauerte nicht lange, dann war ich in dem kuehlen Nass. Das wuerde ich gerne jeden Abend haben. Hier ist es tagsueber recht warm. Erst Abends, nach Sonnenuntergang kuehlt es ab, aber dann recht schnell.
Spaeter wurde ich wieder an das Erdbeben erinnert. Im Fernsehen kamen die Nachrichten, natuerlich auf Spanisch, ein junger Herr versuchte mir das Noetigste zu uebersetzen, soviel ich verstand, war hier ein Erdbeben mit kaum Schaden, aber auf Hawaii haette es ein Tsunami gegeben. So war ich doch mal wieder froh, dass ich nicht in die USA bin.

Erst am naechsten Abend erfuhr ich dann die volle Wahrheit.

Diesmal bog ich schon frueher vom highway ab, wollte in das kleine Fischerdorf Tongoy.

Das hat mir dann so gefallen, dass ich, obwohl noch frueh am Tag, beschloss zu bleiben.

Wie anfangs erwaehnt, hatte ich seit ein paar Tagen Probleme mit meiner Kreditkarte, die Zeit wollte ich nutzen, um ein paar mails an Bank und Betrugsamt zu schicken.
Meine Mailbox war voll von Anfragen, ob ich noch lebte. Ich verstand zuerst nicht ganz, was die alle wollten, das bisschenn Erdbeben.
Auf dem Camping in Tongoy war eine Frau, die sehr gut Englisch sprach und mir alles erklaerte. Anscheinend hat der Chilenische Staat das wirkliche Ausmass des Erdbebens zuerst nicht publik gemacht, um ein panik szenario zu vermeiden. Erst am Tag darauf wurde dann die ganze Wahrheit im Fernsehen gebracht und das Volk war natuerlich schockiert, ich auch. Welch ein Glueck, dass ich nicht zuerst in den Sueden bin, wie ich es eigentlich urspruenglich wollte.


Von Tongoy war es nicht mehr weit bis zur groesseren Stadt La Serena. Dort wollte ich zuerst mal meine Vorraete aufstocken. Chile ist das erste Land, soweit ich mich erinnere, in dem ich Schwierigkeiten habe, meine Instantnudeln zu bekommen, dafuer gibt es Kartoffelbreipulver ueberall.
In der Stadt fuehlte ich mich allerdings nicht sehr wohl, wusste auch nicht, was ich hier sollte, obwohl sie sehr schoen war, viele alte Kirchen und Gebaeude. Nachdem ich nochmals im Internet war, bin ich wieder aus der Stadt auf den Camping am Strand, wo gerade auch zwei englische Fahrradfahrer angekommen waren. Welch Freude! Wenigstens einen Abend mal eine netter Unterhaltung, am naechsten Tag wollten sie in den Osten, nach Argentinien und ich in den Norden, in die Wueste.


Aber es kam mal wieder ganz anders als gedacht. Als ich, bevor ich die Stadt verliess noch Geld ziehen wollte, behielt der Automat meine Kreditkarte, mit der Bemerkung, auf Antrag meiner Bank.
Da der Automat gerade gefuellt worden war und die Sicherheitsmaenner noch nicht weit weg, holte ich schnell einen Herr, der mir den Automat aufgeschlossen hat und mir die Karte wieder gab. Dann das ganze Spielchen von vorne, wieder blieb meine Karte im Automat, ich ahnte Schlimmes. Eigentlich wollte ich erst meine Karte sperren lassen, wenn ich genau wusste, wann und wo ich eine neue bekomme.


Mit Weiterziehen war vorerst nicht zu denken, zuerst musste ich mal meine Bank anrufen. Zum Glueck hatte ich noch meine Master Card, die ist zwar ganz schoen gebuehrenpflichtig, aber ich kam wenigstens an Geld.


So verbrachte ich fast den ganzen Tag im Cafe del Theatro

wo es WiFi gab und leckeren Ananassaft, habe mit meiner Bank und dem Kreditkartenbetrugsamt und soweit alles geregelt, jetzt musste ich nur noch an eine Adresse kommen, an die mir eine neue Kreditkarte geschickt werden konnte.
Im Vergleich mit dem Erdbeben ist das aber alles kein Problem.


Ich habe mir dann noch die Stadt angeschaut, die mir an diesem Tage sehr viel besser gefallen hatte als tags zuvor,





und habe unter dem positiven Einfluss der Fotos und Gedichte von Gabriela Mistral versucht meinen Blog zu schreiben.


Montag, 22. Februar 2010

Die Ostkueste Australiens

Am 2. Februar machte ich mich also wieder auf Richtung Sueden. Am 27. Januar, ein Tag nach dem Australia Day, hat Queensland und auch NewSouthWales die Schule wieder angefangen. Der Kuestenstreifen war nicht gerade wie leergefegt, aber der Unterschied zu vor ein paar Tagen war deutlich zu sehen.

Das Wetter war nicht gerade das Beste, der Gegenwind aber nicht ganz so schlimm wie vermutet und es war auch trotz leichtem Regen wunderbar wieder auf dem Fahrrad zu sitzen, solange es nicht allzu viel und lange den Berg hoch ging. Natuerlich musste ich meine Traegheit und die zahlreichen “Happy hours drinks” sofort buesen.

In den letzten Jahren scheinen sich auch die Leute hier eines Besseren besonnen zu haben, es gibt mehr Radwege als vor 6 Jahren, teilweise wunderschoen der Kueste entlang. Aber auch noch ausbaufaehig. Vielleicht verstehen sie eines Tages, wie gewinnbringend das fuer diese Region waere, ein Fahrradweg von Brisbane nach Sydney der Kueste entlang anzulegen.

Durch die Ortschaften bin ich schnell durch, den Verkehr konnte ich nicht mehr verkraften. Auch in Byron Bay hielt mich nichts, zu viele blieben hier anscheinend schon haengen.

Zwischen Ballina und Grafton musste ich wohl oder uebel einiges auf dem Highway hinter mich bringen. Der breite Seitenstreifen und der wenige Verkehr machte das ganze aber relativ ertraeglich.
Die Gegend hier wimmelt nur so von grossen Fluessen. Nicht nur Faehren standen auf der Tagesordnung, es gab auch schoene, kleine Wege entlang deren Ufern, wie z.B. hinter Ballina und nach Maclean. So wie es aussieht, wohnen hier auch Fahrradliebhaber.


In dieser Stadt wurde ich von einer Journalisten der dortigen Zeitung interviewed, vielleicht bringe ich irgendwann es noch ferting, den Artikel hier herein zu stellen. 

Es war noch sehr frueh, als ich in Grafton war. Hier war ich schon auf meiner Fahrt in nach Norden und konnte gratis auf dem Showground uebernachten. Dies wollte ich gleich wieder probieren und wieder hat es geklappt.

Hier musste ich auch auch mal wieder meine Benzinflasche fuer den Kocher an der Tankstelle fuellen. Als ich an der Zapfsaeule stand, machte mich ein besorgter Autofahrer darauf aufmerksam, dass es Luft hinten an der Ecke gab. Ich meinte, ich waere hier schon richtig, ich braeuchte Benzin. Ganz erstaunt betrachtete er mein Fahrrad, suchte nach einem Tank. Nachdem ich dem ein Weilchen amuesiert zuschaute, verriet ich ihm, es ist fuer den Kocher.

Nach Grafton ging es zum Glueck nicht weiter in die Berge, sondern zurueck ans Meer, nach Coffs Harbour.



Die Strecke war sehr huegelig, ab und zu regen, ausser ein paar kleine Orte und viel Wald gab es eigentlich nichts. Waehrend einer laengeren Pause in der Stadt wurde ich von einem Mann angesprochen. “Where do you come from?”, “From Germany”, “Ah, dann koennen wir auch Deutsch reden.”
So etwas passiert sehr haeufig, es ist erstaunlich, wie viele Deutsche nach Australien ausgewandert sind, nicht alle sind noch sehr gluecklich, wahrscheinlich waeren sie das auch nicht, wenn sie in Deutschland geblieben waeren.

Nach Coffs Harbour nahm der Verkehr europaeische Ausmasse an, kam auch gerade in die Hauptverkehrszeit. Selbst die sonst nette kleine Touristenstrasse war sehr voll. Wenigstens gab es auch einen separaten Fahrradweg.

Am Abend sah ich an einem ruhigen, netten Aussichtspunkt einen Campervan stehen. Prima, dort konnte ich mich gleich hinzu gesellen.

Da ich mal wieder recht viel Zeit hatte, bis ich bei Nathalie in Sydney sein wollte, habe ich beschlossen, jede Schlaufe um den Highway herum, meistens zum Meer, auszufahren. Das verlaengerte die Strecke ungemein, verschoenerte sie aber auch dementsprechend.

Nach einer herlichen Nacht auf einem der von Lions oder Rotaryer Club gewarteten Rastplaetzen, direkt am Fluss mit sauberen Toiletten, gings leider hauptsaechlich im Regen weiter, zuerst kurz an die “South West Rocks”, dann dem Maclean Fluss entlang.
In dem Surferparadies Crescent Head liefen die Surfer auch nur lustlos in ihren Neopren herum. Ich habe mich wenigstens bei einer Tasse Kaffee ein wenig aufgewaermt und getrocknet, dass es danach Sinn machte meine Regenjacke anzuziehen.

Danach ging es auf der Maria River Road weiter, einer ca 30 km langen Dirt road, bei diesem Wetter voll von wassergefuellten Schlagloechern, Wellblechpisten und grossen Steinen.


Kein Vergnuegen, aber dafuer verschaffte dies den Autofahrer Vergnuegen, durch die Wasserloecher zu brausen und mich von oben bis unten nass zu spritzen.
Auch dies war irgend wann ueberstanden.

Der Faehrmann auf der Faehre nach Port Macquarie hat mir gesagt, dass sie im Radio Flutwarnungenn von Newcastle bis hierher durchgegeben hatten und dass noch mit mehr Regen zu rechnen war. Das sind ja schoene Aussichten.

Port Macquarie soll ja eigentlich schon schoen sein, aber bei dem Regen hielt mich nichts, lieber noch ein bisschen weiter. Die naechste Etappe war sehr huegelich, ab und zu Blick auf das tosende Meer


An jedem Park und Rastplatz war hier riesengross ein Schild, dass Campen verboten ist. Das musste ich ja respektieren. Ich haette auch fuer einen Caravanpark gezahlt, wenn es einen geben haette, dem war aber nicht so.
Deswegen habe ich einen aelteren Herrn auf der Strasse nach einem Plaetzchen gefragt, wo ich mein Zelt aufstellen konnte. Er wusste es selber nicht, da er auch nur auf Besuch da war, ging aber zurueck zu seiner Freundin und kam mit der Nachricht, dass ich hinter ihrem Haus in einem Park zelten koennte. Das war ein nettes Plaetzchen, aber recht nass. Gleich ging auch das Gartentor auf und eine aeltere Frau (seine Freundin) meinte, ich solle doch mein Zelt in ihrem Garten aufstellen. Das war wesentlich besser, denn da gab es auch eine Ueberdachung. Wie ich so dabei war, mein Zelt auszupacken, ging die Tuer auf und sie meinten, es waere auch noch ein Zimmer im Haus frei, da koenne ich im Trockenen schlafen. Zuerst lehnte ich ab, aber dann habe ich dem doch zugestimmt. Das Packen eines nassen Zeltes am Morgen ist wahrlich kein Vergnuegen. So wurde mir Einlass ins Haus gewaehrt, mir wurde nicht nur ein ein trockenes Bett geboten, sondern auch ein Trockner fuer meine Kleidung und ein prima Abendessen.
Zum Dank dafuer habe ich dem aelteren Paerchen Fotos meiner Reise gezeigt, damit hatten sie auch eine Unterhaltung und waren dafuer sehr dankbar, da sie in ihrem Alter nicht mehr so viel unternehmen konnten.

Nach einem wunderbaren australischen Fruehstuecks (Bacon and Eggs) ging es am naechsten Tag weiter, bis Laurieton auf Teer, dann habe ich beschlossen, trotz des Wetters auf die Diamant Head road zu gehen, dirt road, durch Regenwald, an wunderschoenen Straenden vorbei.


Es war einfach mal wieder herrlich! Der Duft im nassen Regenwald ist unbeschreiblich.
Nach diesem Ausflug in die Natur, wieder ein paar km Highway, war gut, um ein paar Kilometer zu machen. An einer Raststaette sah ich das erste mal wieder Aborigines Kinder. Zum Aerger der Manager der einzelnen Geschaefte versuchten sie den einen oder anderen Dollar oder etwas zum Essen zu ergattern. Ganz schoen gewiefte Burschen. Mir konnten sie ein richtiges Loch in Bauch fragen.

Richtung Forster ging es endlich wieder runter vom Highway, noch ein bisschen auf und ab und ich war wieder in einer groesseren Ortschaft. Trotz meiner Abneigung gegen die Caravanparks haette ich doch wegen dem schlechten Wetter gerne mal wieder einen besucht. Aber es war Sonntag und schon nach fuenf Uhr. Anscheinend haben die in diesem Touristenort es nicht noetig, sich danach noch um Kundschaft zu bemuehen. Die Telefone, die fuer die “After hour” Bereitschaft zur verfuegung stehen, verbinden einen entweder mit Sicherheitsbeauftragten oder fuehren ins Nirwana.
Mit der Gewissheit, schon noch etwar zu finden fuhr ich weiter, wieder aus der Stadt heraus. Gerade als der naechste Regenschauer nieder ging, stand ich vor dem Christian Life Center, nette kleine Gebaeude mit breiter Veranda und einer grossen Rasenflaeche drum herum. Auch ein netter Platz zum Campen dachte ich. Von den Nachbarn erfuhr ich, dass keiner der Zustaendigen in der Naehe wohnte, also rief ich bei der Nummer an, die auf einer Tafel angegeben war. Sofort war ich mit dem Pfarrer verbunden. Der hatte nichts dagegen, dass ich dort mein Zelt aufschlage. Er wuerde nachher sowieso noch vorbei kommen, sie haetten um 19 Uhr noch Gottesdienst.
Kurz darauf kam auch schon einer der Aeltesten, der hat mir sofort Wasser fuer meinen Tee, Suppe und Instant Nudeln gekocht. Ausserdem hat die Gemeinde noch beschlossen, da der Rasen zu nass waere und ich, wenn es weiter regnen wuerde, total im Sumpf stehen wuerde, dass sie mir einen Raum aufschliessen, wo ich auch uebernachten koennte. Sehr nett. So konnte ich auch diese Nacht im Trockenen verbringen und musste am naechsten Tag nicht noch ein nasses Zelt einpacken.

Danach lies der Regen nach und mich erwartete mal wieder ein wunderschoener Fahrradfahrtag, der alles beinhaltete, was man sich wuenschte oder auch nicht.
Nach 10 km hatte ich einen Platten, erstaunlicher Weise im Vorderreifen. Das haette eigentlich nicht sein duerfen, hatte doch noch einen relativ guten Schwalbe Marathon darauf. Dann sah ich sie, die grosse Scherbe, die sich durch das Gummi gearbeitet hatte. Somit war auch gleich das Loch gefunden und geflickt. Zu meinem Glueck passierte das ganze an einem netten Picknickplatz im Booti Booti Nationalpark. Nicht nur Tische und Baenke standen mir zur Verfuegung wo ich mich ausbreiten konnte, sondern auch Toiletten mit Wasser und Seife. Dort konnte ich ausser meinen Haenden auch gleich mein Rad-T-Shirt waschen, was auch sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bei den Temperaturen trocknet alles in windeseile, im wahrsten Sinne des Wortes.

Kurz darauf kam mir ein Radlerpaerchen aus England entgegen. Sie gaben mir den guten Tipp, nach Seal Rocks und auf einer dirt road direkt nach Hawks Nest zu fahren. Den Strand bei Seal Rocks fand ich nicht so berauschend, habe schon viele schoenere gesehen. Das ist mal wieder ein Zeichen, dass es Zeit wird, das Land zu verlassen, es gibt nichts mehr aussergewoehnlich Neues mehr.
Es dauerte ein Weilchen, bis ich die Dirt road gefunden hatte. Es handelte sich dabei um eine Mining road, die zur Regeneration fuer Flora und Fauna gesperrt war, mit dem Fahrrad kam man aber noch durch. Die ersten Kilometer waren auf einem schoenen Waldweg. An den Tieren und Pflanzen, die ich zu sehen bekam,
war zu erkennen, dass die Regeneration schon erfolgreich war.


Der Weg wurde immer schmaeler, die letzte Haelfte war nur noch ein Single trail mit grossen Steinen und Schlagloechern.

Wenn ich nicht genau gewusst haette, dass die Englaender tags zuvor da durchgekommen sind und ich nicht ab und zu Fahrradspuren gesehen haette, haette ich meine starken Zweifel gehabt, dass dieser Weg mich irgendwo hin fuehrt.
Nach 24 km kam ich tatsaechlich auf eine kleine geteerte Strasse, die mich nach Hawks nest fuehrte. Um noch an Trinkwasser zu gelangen, bevor ich mich auf einem der Campingplaetze im Myall Lakes Nationalpark niederlies, fuhr ich zuerst noch Richtung Bombah point. Leider war das Wasser auf der anderen Seite des Flusses, die Faehrverbindung haette einfach 2 Dollar gekostet. Das war mir es dann doch nicht Wert. Also wieder zurueck, da es nicht so spaet war und die Strecke durch den Nationalpark so schoen, beschloss ich nach Hawks Nest durchzufahren und dann wieder umzudrehen.
Das war mal wieder ein Umweg, der sich gelohnt hatte. In dem Ort bekam ich ausser Wasser auch noch etwas zum Essen und der Campingplatz war an einer der wunderschoensten Plaetze, im Wald direkt an einer der groessten Sandduenen, die ich je gesehen hatte.


Ueberhaupt in dem Abendlicht waren die Farben spektakulaer, die Schatten auch.



Wollte schon immer mal so lange Beine haben.

Am naechsten Morgen brauchte ich mich nicht zu beeilen, wusste, dass ich wieder einmal eine Faehre nehmen musste, die erst um 9:30 fuhr.
Trotzdem war ich mal wieder viel zu frueh, musste eine Stunde warten, dann noch eine Stunde ueberfahrt bis Nelsons Bay.
Da ich mich mit Sue und Paul aus Melbourne, die mit dem Auto auf dem Weg nach Norden waren, in “The Entrance” verabredet hatte, wurde das es ganz schoen knapp.

Das erste Stueck bist Stockton verlief fast eben, mit wenig Verkehr, hier konnte ich viel aufholen.
In Stockton musste ich nur wenige Minuten auf die Faehre nach Newcastle warten. Dann aenderte sich aber einiges.
Die Stadt ist relativ gross, aber scheint recht interessant zu sein, mehr Kultur und Atmosphaere als andere Staedte. Auch an Schildern wie diesem




machte sich der Unterschied bemerkbar.
Waere vielleicht auch lohnenswert gewesen, hier ein Weilchen zu bleiben.
Allerdings nahm der Verkehr und die Berge von hier immens zu. Die Ausssicht, bis 19 Uhr The Entrance zu erreichen, wurde immer geringer.
Zum Glueck gibt es ja Mobile Phone und in dieser Ecke Australiens hat man auch ueberall Empfang. Da Sue und Paul schnell vorwaerts kamen, fuhren sie mir noch ein Stueck entgegen und wir trafen uns auf einem Campingplatz in einem kleinen Ort, 15 km noerdlich von The Entrance. Da sie mir zwei Pakete mitgebracht hatten, die verspaetet in Melbourne angekommen waren, war es fuer mich wie Weihnachten. Zwei Pakete mit fast nur Schokolade. Vielen Dank an Regine und Urse. Zum Glueck war in der Cabin, die wir uns teilten, auch ein Kuehlschrank. Die Aussicht, die Schokolade bei bis zu 40 Grad zu transportieren, war leider nicht gerade erquicklich. So haben wir uns am Abend ein Schokoladenfondue mit leckeren Mangos gegoennt. Nicht nur deswegen war es ein sehr netter Abend.
Am naechsten Morgen wollte keiner von uns weiter, wir liessen uns viel Zeit mit Fruehstueck und packen. Zu schoen war der Platz und wer weiss, wann wir uns wieder sehen.
Ich habe beschlossen gleich zu Nathalie nach Sydney durchzufahren, um den Rest der Schokolade im naechsten Kuehlschrank in Sicherheit bringen zu koennen.
Es war nicht mehr weit, aber da es die letzte Strecke in Australien war, wollte ich sie eigentlich auf zwei Tage verteilen und nochmals irgendwo auf der freien Wildbahn uebernachten. Aber ausser der Schokolade gab es noch andere Gruende gleich nach Sydney zu fahren. Mit Nathalie habe ich ausgemacht, dass ich am Freitag eine Praesentation fuer ihre Gruppe halte. So war es ganz gut, nochmals einen Tag zur Vorbereitung zu haben.
Mein Glueck, das Nathalie noerdlich von Sydney wohnt, so blieb mir das Schlimmste erspart, es war relativ einfach den Weg zu finden.
So war ich fast zu frueh dort, Nathalies Toechter haben aber schon auf dem Balkon auf mich gewartet. Richtig luxurioes wurde ich hier untergebracht und in den letzten Tagen hier in Australien nochmals richtig verwoehnt.
Es war bemerkenswert, wieviel Zeit sich Nathalie fuer mich nahm. Zuerst kam sie frueher von der Arbeit heim, damit wir noch mit den Boogie Boards an Strand konnten. Bis dann die Kinder im Bett waren und wir die Praesentation durchgehen war es schon so spaet, dass es Mitternacht wurde. Frueher kamen wir dann die ganze Zeit nicht ins Bett.
Ich war erstaunt ueber die aeusserst nette Atmosphaere bei Roche (die Firma, bei der ich frueher gearbeitet hatte) Dee Why. So war auch die Praesentation ueberhaupt kein Problem hat richtig Spass gemacht. Obwohl es Freitag nachmittag war, sind doch noch einige geblieben.
Puenktlich zum Wochenende hat es wieder angefangen in Stroemen zu regnen. Das hielt uns aber nicht davon ab, am Abend noch zum Chinesischen Neuen Jahr in die Stadt zu fahren.

Das ganze Wochenende waren wir mit den Maedchen in Sydney unterwegs.
Zuerst ueber die Harbour Bridge,



zu den Rocks, dem alten Hafengelaende, wo Markt war, auf dem es sogar Brezeln gab.


Weiter gings zum Darlington Harbour, der totale Gegensatz, alles sehr modern, wurde zur Olympiade 2000 angelegt. Ausser der Pyrmont Bridge, die ist mehr als 100 Jahre alt, die aelteste “Swing Bridge” der Welt. Ich konnte es kaum glauben. Diese Bruecke klappt nicht auf, so wie andere Bruecken, wo grosse Schiffe durch muessen, sondern das Mittelstueckt schwingt herum, bis es parallel zum Fluss ist.
Da ich wissen wollte, wann das naechste Schiff kommt, bin ich ins “Fuehrerhaus” auf der mitte der Bruecke um zu fragen. Sofort wurden wir eingeladen in 5 Minuten alles von da oben zu beobachten. 


Das war fast interessanter als manch andere Touristenattraktion. Spaeter sahen wir noch von unten, wie die Bruecke sich drehte und die “Monobahn” trotzdem noch darueber fahren konnte.

Am naechsten Tag war zuerst mal der Norden Sydneys dran.
Am Manly Beach konnten wir einen Wettkampf der Nippers beobachten, etwas typisch australisches. Kinder von 5 bis 13 Jahren, die mal die Luft der “Surf Life Savers” schnuppern moechten, koennen mitmachen. Es besteht unter anderem aus folgenden Sportarten, Schwimmen, dann wie Hunde auf einem Surfbrett patteln und am Strand rennen.
Auf den Badeanzuegen und -hosen stehen die Orte, fuer die sie starten.


Danach mit der Faehre nach Sydney um die Fotos vor der Hauptattraktion, des Operhauses zu machen und einen schoenen Rundweg um den Watson Point zu machen.

Das naechste Abenteuer stand am naechsten Tag an, diesmal musste ich mit dem Fahrrad in die Stadt, um es fuer Suedamerika neu zu ruesten. Dieses mal ging es ueber die Anzac Bridge.

Drei Stunden habe ich fuer die 30 kilomter gebraucht. Sydney ist wirklich die einzige Australische Stadt, fuer Fahrradfahrer ein Albtraum ist. Es sind aber schon Zeichen vorhanden, dass dies sich auch in naechster Zeit aendern wird. Ab und zu gibt es tatsaechlich Radwege.
Nicht nur die Strassen waren voll, auch durch die Fussgaengerzone kam ich kaum mit dem Fahrrad durch. Mich hielt hier nichts mehr, dank Nathalie habe ich sowieso schon genug von Sydney gesehen. Nur noch schnell mit dem Fahrrad ueber die Harbour Bridge, das musste einfach sein, es gibt einen separaten Fahrradweg, dann wieder zurueck um mit Fahrrad das legendaere Foto vor dem Opera house zu machen.

Dann so schnell wie moeglich raus aus dem Tumult. Das ging am Besten mit der Faehre nach Manly. Von dort war es direkt ein Vergnuegen nach zurueck zu fahren.

Abends kam Nathalie mit einer Ueberraschung zurueck, ein Paket von meinen ehemaligen Kolleginnen, wirklich sehr nett, mit Ricola, Gummibaerchen und einem deutschen Buch, dazu noch ein Sprachfuehrer Spannisch. Was braucht man mehr? Vielen Dank an Claudia und Nika.

Fuer Dienstag stand die naechste Praesentation bei Roche an. Im Rahmen von Innovation wollte ich sie anders gestalten als nur ueber mich und meine Reise, sondern mehr business bezogen. Nathalie war dafuer mal wieder eine grosse Hilfe. Auf dem Fahrrad kamen mir dann auch noch ein paar gute Ideen und dann noch die Atmosphaere alles zusammen machte die Praesentation zu einem richtigen Vergnuegen.



Vielleicht habe ich den einen oder anderen dazu inspirieren koennen, ein bisschen Abstand zum Alltag und damit zu neuen Ideen zu kommen.

Hier auch noch fuer die Blog die Karte von Australien mit der Route:


Insgesamt bin ich auf diesem Kontinent 21700 km gefahren.




(ja, ich weiss, ich hatte das Foto auch schon im letzten Blog, aber es passt hier wieder sehr gut)

Damit war auch fast meine Zeit in Australien abgelaufen. Zwei Tage noch, die ich mit waschen und packen beschaeftigt war, ausserdem genoss ich noch die Zeit als “Aupair” fuer die Kinder.

Am Freitag, den 19. Februar, ging es dann auf den Flughafen. Ich hatte den Luxus, dass mich Nathalie gefahren hat. Am Tag vorher brachte sie mir noch eine Bikebox, einen Karton vom Fahrradladen, alles war ordentlich verpackt.

Der Abschied viel nicht leicht, ich hatte eine fantastische Zeit in Australien, wurde richtig verwoehnt. Aber es wir auch Zeit fuer neue Herausforderungen. Es wird sicher nicht so einfach in Suedamerika, aber spannend.

Ich moechte mich bei allen bedanken, die mich so herzlich aufgenahmen, viele Leute, deren Namen ich nicht einmal mehr weiss, die mir irgendwo einfach etwas zum Essen oder Wasser angeboten haben. Es war einfach mal wieder wunderbar und wenn es irgendwie geht, werde ich sicher wieder kommen.

Aber fuer dieses mal heisst es:
Lets get outta here